Wie Dein Körper Dir hilft, eine positive Geburt zu erleben

In dieser Mini-Serie geht es darum, wie Körper, Verstand und Unterbewusstsein zusammenarbeiten und wie sie alle drei Dir helfen können, eine positive schöne Geburt zu erfahren – und wie sie dem leider oftmals entgegenwirken.

Wir leben heutzutage zu einem großen Teil in unserem Kopf. Wir arbeiten mit dem Kopf, spielen mit dem Kopf, essen für den Genuß, oftmals ohne groß auf unseren Körper zu achten, denn der würde vielleicht lieber einen Salat als einen Cheeseburger essen. Wir rennen durch unseren Alltag und nehmen die oft subtilen Signale unseres Körpers nicht wahr, weil wir geistig immer zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und herspringen, planen, bereuen, erinnern, fürchten. Eine Geburt findet aber nun mal im Körper, durch den Körper statt. Unser Körper verdient unsere Beachtung und Zuwendung, gerade in einer so besonderen Phase wie einer Schwangerschaft und ganz bestimmt in Vorbereitung auf die Geburt. Immerhin schenkt Dein Körper Dir ein wundervolles Geschenk – Dein Baby.

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Blogparade: Meine Wahrheit übers Kinderkriegen

Über den Blog von MotherBirth bin ich über eine tolle Blogparade von Phinabelle gestolpert: Meine Wahrheit übers Kinderkriegen. Der Aufhänger:

„Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr“. – Nach zwei Schwangerschaften -und Geburten – kann ich sagen: ziemlich besch… Spruch !
So easy peasy war das Kinderkriegen jetzt auch nicht…

Also, dem kann ich vollkommen zustimmen und da muss ich natürlich auch gleich mitmachen :D Bei mir gab es vor allem ein Problem: meine eigene Ungeduld.

1. Kinderwunschzeit

Meine Kinderwunschzeit war lang. Also ich meine die Zeit in der ich ein Kind haben wollte, aber die Zeit dafür noch nicht reif war. Ich wollte unbedingt zu Ende studieren bevor ich Mama würde (das war in meiner Vorstellung einfach so, ich kritisiere niemanden, der das anders gemacht hat). Als ich dann fertig war, beendete ich erstmal meine laufende Beziehung. Also doch nicht so schnell Kinder? Mit meinem neuen Partner (heute bekannt als mein Mann ;) ) beschloss ich dann schnell (die Betonung liegt hierbei auf Ich, und schnell heißt so circa sechs Monate o.O), dass wir schwanger werden sollten und das eigentliche „Üben“ begann. Es dauerte nicht lange, aber selbst die drei Monate, die ich warten musste, kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Ich schob schon leichte Panik weil meine Hochlage (also die Zeit nach dem Eisprung) nur 10 Tage andauerte und dachte, ich würde nie schwanger werden (wie ich später feststellte war das in jedem Zyklus so und ich hatte trotzdem nie Probleme schwanger zu werden). Ich maß jeden Morgen meine Basaltemperatur, prüfte meinen Muttermund, ich wusste immer an welchem Tag nach dem Eisprung ich gerade war. Als dann der ersehnte zweite Strich auftauchte änderte sich an meiner Ungeduld nur eins: sie wurde schlimmer.

2. Schwangerschaft

Ich bin ganz ehrlich: Ich bin nicht gerne schwanger. Es gibt diese Frauen, die ihre Weiblichkeit genießen, den runden Bauch liebevoll streicheln, die es lieben, das Baby in sich zu fühlen. Ich gehöre nicht zu ihnen – leider. Meine erste Schwangerschaft zog sich wie Gummi seit dem Tag an dem ich den Test machte. Dachte ich noch während der Kinderwunschzeit, dass mit dem positiven Test alles gut sein würde, merkte ich, wie ich Woche um Woche zählte. Ich wusste an jedem Tag welche Woche und welcher Tag der Schwangerschaft gerade ist. Daran ist prinzipiell vielleicht nicht schlechtes, aber ich übertrieb es ein wenig.

Im Englischen gibt es den Spruch:

„A watched pot never boils.“

– Also: „Ein beobachteter Topf fängt nie an zu kochen“. Und rückblickend beschreibt das meine Schwangerschaften sehr gut. Ich konnte einfach keinen anderen Fokus finden, ich war so ungeduldig und wollte einfach nur eins: endlich dieses Baby haben! Als ich dann in der ersten Schwangerschaft auch noch vier Tage über den Termin ging, dachte ich schon, das Baby würde nie heraus kommen.

„Vielleicht war ich die erste Frau, bei der sich das Baby heimlich still und leise über 9 Monate hinweg zurück entwickeln würde und sich schließlich wieder in Ei und Samenzelle aufspaltet?“

Das dachte ich natürlich nicht wirklich, aber es kam mir an manchen Tagen so vor. Meine körperliche Konstitution half mir auch nicht weiter: Ich war schwerfällig und fühlte mich wie eingestrandeter Wal mit meinen plus 35 kg. Es war ein sehr heißer Sommer und alles was ich noch konnte, war zwischen Dusche und Couch hin und herpendeln. Ich wollte nur noch eins: dass das Baby endlich heraus kommen möge.

Auch schon zu Beginn und Mitte der Schwangerschaft wollte ich nur in die nächste Woche, den nächsten Monat, das nächste Trimester. Ich beneidete andere Schwangere, die weiter waren, weil sie näher an ihrem Baby dran waren, weil man bei ihnen schon den Bauch sah, weil sie schon die magische 12-Wochen-Grenze überschritten hatten. Ich war nie einfach in dem Moment, einfach happy, einfach zufrieden. Und das ist definitiv etwas, das ich ändern würde, wenn ich es könnte. Der Spruch meiner Mama: „Genieß jetzt noch mal die Zeit bevor das Baby da ist.“ ergab damals für mich absolut keinen Sinn. Das Genießen würde doch erst mit dem Baby anfangen!, so dachte ich. Rückblickend weiß ich natürlich was sie meinte. Gerade diese letzten Wochen ziehen sich wie Gummi und man wünscht, dass sie vorbei gehen mögen. Aber sie sind auch besonders und kostbar. Viele letzte Male, die man bewusst erleben und genießen sollte. Eine Zwischenwelt, in der nichts vorhersehbar ist. Irgendwie magisch. Aber das konnte ich damals nicht sehen. Leider.

3. Die Geburt

Was in der Schwangerschaft zu lange dauerte, machte die Geburt wieder wett. Ungeduldig wurde ich während beider Geburten sicher nicht. Meine erste Geburt dauerte nur etwa vier Stunden (je nach dem wie man zählt), meine zweite vielleicht drei. Was ich in der Schwangerschaft nie annehmen konnte, weil es zu lange dauerte, konnte ich während meiner ersten Geburt nicht annehmen weil es zu schnell ging. Der Ausgang ist bekannt.

Nur bei meiner zweiten Geburt habe ich es geschafft, die Führung an meinen Körper abzugeben und wirklich im Moment zu sein, kein Grübeln, kein Wünschen, keine Ablehnung. Nur mein Atem, die Wellen und ich.

Den jetzigen Moment anzunehmen, so perfekt oder unperfekt wie er gerade ist, so lange er sich hinzieht oder so flüchtig er sein mag, ich denke das ist wirklich einer der Schlüssel – nicht nur zu einer leichteren Schwangerschaft und Geburt – auch zu einem erfüllterem Leben. *

Liebe Grüße,

Susanne

 

* Und das schreibe ich jetzt vor allem für mich selbst, als Erinnerung, weil ich damit noch immer zu kämpfen habe :)


Wenn Du Fragen zum Thema Hypnobirthing oder schmerzarme Geburt hast bzw. Anregung für einen neuen Artikel, kannst Du mir auch gern persönlich schreiben. Ich freue mich auch über einen Like unter dem Artikel oder bei Facebook.

 

 

 

 

#positiveGeburtskultur – Selbstbestimmung

Es ist mir egal, auf welche Art Du geboren hast… Eine Hausgeburt, ein Wunschkaiserschnitt, mit PDA im Krankenhaus oder eine Alleingeburt im Wald neben einem Rehkitz.

Es mir wichtig, dass Du Wahlmöglichkeiten hattest und dass Du in Deinen Entscheidungen unterstützt und respektiert wurdest.

January Harshe (Birth without fear)

Bei der Geburt meines ersten Sohnes lief so einiges nicht ideal. Ich sollte liegen (auf der Seite – immerhin), aber durch das Liegen kam ich mit den Wehen überhaupt nicht mehr zurecht – eine aufrechte Position wäre viel besser für mich gewesen. Theoretisch wusste ich das auch und ich hatte auch absolut nicht das Bedürfnis mich hinzulegen, aber „es musste eben sein“. Nach der Geburt wurde meinem Sohn dann vollkommen übereilt wegen möglichen Sauerstoffmangels, die Nabelschnur durchtrennt. Ich hatte dabei keinerlei Mitspracherecht. Wir hatten geplant, sie auspulsieren lassen, was viele Vorteile mit sich bringt – gerade auch wenn das Baby möglicherweise unterversorgt war. Ich war einfach nur überrumpelt und genauso ging es meinem Mann. Außerdem wussten wir schlicht und einfach nicht, dass es vollkommen normal ist, dass Babys die Nabelschnur um den Hals haben können und dass das nur selten wirklich Probleme macht. Die behandelnde Ärztin bestand jedoch darauf, den pH-Wert des Blutes zu messen – und dann wird das eben so gemacht. Punkt. Und wir guckten nur dabei zu.


Viele werdende Mamas (und Papas) haben keine Übersicht welche Behandlungen in der Schwangerschaft, unter und nach der Geburt sinnvoll sind und was ihnen zusteht – und vertrauen blind den Entscheidungen der Ärzte. Oftmals werden Prozeduren und Eingriffe nicht Erklärt und keine Alternativen aufgezeigt. Und wenn man selbst doch gut informiert ist, ist es immer noch schwer den behandelnden Medizinern Paroli zu bieten, selbst wenn man sich mit einer Entscheidung unwohl fühlt.

Wenn man im Krankenhaus ist, umgeben von „Experten“, ist es nur zu verständlich, dass man sich sich leicht einschüchtern lässt oder einfach die Führung abgibt. Und bei einem so komplexen Feld wie Geburtshilfe ist es schwer als Laie den Überblick zu behalten.  Wenn also zu einem Kaiserschnitt geraten wird (zum Beispiel wegen eines angeblich zu großen Kindes) oder zu einer Einleitung wegen Überschreitung des „Geburtstermins“ um wenige Tage, dann muss man schon sehr viel wissen und auch sehr viel Selbstvertrauen mitbringen, um sich gegen solche, oftmals unnötigen, Eingriffe wehren zu können. Viele Frauen, und ich nehme mich auch nicht aus, schaffen es nicht sich gegen die Ärzte durchzusetzen (eben auch, weil man unter der Geburt sehr verletzlich und nicht wehrhaft ist).

Wieso ist es wichtig sich über Selbstbestimmung unter der Geburt bewusst zu werden?

Wenn Du Dein erstes Baby bekommst, oder vielleicht auch bei einer zweiten oder dritten Geburt, werde Dir bewusst, dass es wichtig ist, dass Du selbst bestimmst, was in Deiner Schwangerschaft und Deiner Geburt mit Dir passiert. Wir denken oft, dass Ärzte und Hebammen nur in unserem Interesse handeln. Viele Geburtshelfer (ganz bestimmt nicht alle!) haben aber ihre ganz eigene Agenda und eigene Motivationen. Leider gehen viele Ärzte an Geburten heran wie an alle anderen Krankheiten, weil sie das während ihrem Studium genau so lernen und nur selten später hinterfragen. Eine Geburt ist aber keine Krankheit, sie muss in den allermeisten Fällen nicht von außen beeinflusst werden. Aber das erleben die meisten im Krankenhaus arbeitenden Fachkräfte nie (welcher Arzt ist schon bei einer unbeinflussten Hausgeburt dabei?). Außerdem gibt es gerade im Krankenahus Zeitpläne und Abläufe, in denen manche Freiheiten einfach nicht reinpassen, schlicht unbequem sind oder durch Personalmangel schwer möglich. Oder aber die Dinge werden so gemacht, weil sie schon immer so gemacht wurden, in einem Lehrbuch stehen und demnach so gelernt wurden. Außerdem sind manche Einsichten, obwohl wissenschaftlich begründet, einfach noch nicht zu jedem durchgedrungen (Wie zum Beispiel die Nachteile der Rückenlage oder des angeleiteten Pressens). Es kann also sein, dass Du etwas willst, das Dir nicht gestattet wird, oder dass etwas mit Dir gemacht wird, das Du nicht möchtest. Und ja, auch wenn bei der Kreißsaalführung versprochen wird auf Wünsche einzugehen, muss das später nicht unbedingt eingehalten werden. Mache Dir (und unbedingt auch Deinem Partner) diese Problematik bewusst, falls Du das noch nicht getan hast.

Wissen ist Macht

Gerade, aber natürlich nicht nur, wenn man eine Krankenhausgeburt plant, halte ich es deshalb es für ausgesprochen wichtig, dass sich werdende Mamas (und der Geburtspartner!) über Sinn und Unsinn geburtsmedizinischer Eingriffe informieren um im Zweifelsfall widersprechen zu können. Wer nichts weiß, der kann auch nichts bestimmen! Du brauchst deswegen natürlich kein Medizinstudium zu absolvieren. Es gibt viele tolle Blogs (siehe zum Beispiel meine Blogroll) und Bücher zum Thema. Setze Dich mit dem Thema vorher auseinander und werde Dir klar, was Du willst, und was nicht. Vertraue nicht blind einer einzigen Quelle, informiere Dich umfassend. Und schreibe dann Deine Wünsche in einem Geburtsplan auf.
Wenn Du komplett unvorbereitet und unwissend in die Geburtssituation hineingehst, dann bist Du dem Können und der Einstellung Deiner Hebamme (und/oder des Arztes) in jedem Fall ausgeliefert (und ja, das kann natürlich auch gut gehen). Wenn Du (und Dein Partner) nichts über günstige und ungünstige Gebärpositionen weißt und die Dir (zufällig) zugeteilte Hebamme Dich eben zum Rückenliegen anleitet, dann hast Du keine Chance selbst zu bestimmen. Viele Dinge, von denen man so landläufig denkt, dass sie eine Geburt sicherer machen (zum Beispiel das CTG), machen sie objektiv gesehen gar nicht sicherer. Viele Dinge, die man als notwendig ansieht, stören aber den natürlichen Prozess der Öffnung und Entspannung bei der Geburt (zum Beispiel die Anwesenheit von vielen Personen und Routineuntersuchungen wie die das Kontrollieren der Öffnung des Muttermundes).
Ich denke, viele Ärzte tendieren dazu, Patienten, die widersprechen zu belächeln oder sie als Störung ihrer Routine zu sehen und sich über „Dr. Google“ lustig zu machen. Die Wahrheit ist: wir leben in einem Zeitalter, in der Information nicht nur wenigen Studierten zugänglich ist. Auch wenn es mühsam ist, wir können uns über fast alle Eingriffe informieren und wir dürfen kritisch nachfragen. Blindes Vertrauen ist heute einfach nicht mehr nötig, nutze die Möglichkeiten, die unsere Mütter und Großmütter noch nicht hatten. Du informierst Dich eingehend über Kinderwagen- und möbel – informiere Dich genauso detailliert zu möglichen Geburtskomplikationen und Eingriffen, über Entspannungstechniken für die Geburt und deinen Geburtsort.

Selbstbestimmung – Eigenverantwortung

Oft ist so, dass man die Dinge, die einen stören nur ansprechen muss. Bei einigen Hebammen rennt man eventuell sogar offene Türen ein mit einigen Forderungen. Andere werden zähneknirschend nachgeben. Auch, und das sollte man nicht vergessen, arbeitet das Personal oft am Limit (und darüber hinaus) und Wünsche werden auch mal schlicht vergessen. Du musst und darfst Dein Selbstbestimmungsrecht nicht an der Kreißsaaltür abgeben, frage nach, stelle Forderungen. Aber sei darauf vorbereitet, dass Du während der Geburt verletzlicher bist und Dich weniger gut wehren kannst (ob nun gegen verbale oder physische Übergriffe oder einfach dagegen, dass Dir Deine Entscheidungsfreiheit abgesprochen wird). Ganz besonders Dein Geburtspartner hat hier eine große Aufgabe, eben weil Du selbst in einem so emotional offenen und damit verletzlichen Zustand bist. Kein Paar sollte in einem solchen Moment kämpfen müssen – leider läuft es aber nicht immer ideal. Lasst Euch in einem solchen Fall nicht einschüchtern, es ist Deine Geburt, Du selbst trägst die Verantwortung (kein Arzt, keine Schwester, keine Hebamme kann Dir die Sicherheit Deines Babies garantieren, auch mit noch so vielen Interventionen). Ob in der Schwangerschaft oder während der Geburt: sei eine mündige Patientin und fordere ein was Dir zusteht: ein Arzt-Patienten-Verhältnis auf Augenhöhe! In keiner anderen Situation würden wir uns eine solche Behandlung von oben herab gefallen lassen. Nur wenn es vermeintlich um das Kindeswohl geht (und dies wird oft schnell angedroht), dann lassen wir uns einschüchtern. Und dagegen gibt es nur eine Waffe: Wissen und den Mut, dieses Wissen auch anzuwenden und entsprechend durchzusetzen.

Selbstbestimmung einfordern – Verletzungen anklagen

Eine ganz andere Ebene von fehlender Selbstbestimmung ist es natürlich, wenn Gebärenden Bitten abgeschlagen, Forderungen übergangen und Erklärungen verweigert werden. Eine Frau sollte während der Geburt Entscheidungen selbst treffen können (ob sie nur für oder gegen eine bestimmte Intervention sind). Es ist auch kein Konsens, wenn eine Partei durch Horrorszenarien eingeschüchtert wird. Und in keinem Fall darf jemand Dich verbal oder körperlich verletzen – auch nicht „zum Wohl des Kindes“.
Um nicht auf Gedeih und Verderb Deinem Glück ausgesetzt zu sein, eine Hebamme zugeteilt zu bekommen, mit der Du Dich gut verstehst, halte ich es für wichtig, Dein Geburtsteam schon vor der Geburt gut auszusuchen. Wenn wir uns ein Auto kaufen, losen wir ja Marke und Modell auch nicht einfach aus, sondern suchen uns das Auto, was zu uns und unserer Situation passt. Also Frage vor der Geburt im Krankenhaus kritisch nach und versuche mehr über die Einstellung des Geburtspersonals zu erfahren. Wie ist die Rate an Kaiser- und Dammschnitten? Welche Maßnahmen werden routinemäßig durchgeführt? Alles das kann Dir Anhaltspunkte geben, Dich für die eine oder andere Klinik zu entscheiden, solltest Du in einer Klinik gebären wollen. Ideal ist es natürlich, die Hebamme schon vor der Geburt kennenzulernen, wie etwa eine frei arbeitende Hebamme. Diese werden leider immer rarer und sind schnell ausgebucht. Solltest Du keine freie Hebamme finden, die Dich begleiten kann, wäre eine Doula eventuell eine Option für Dich. Sie kann Dir und Deinem Partner helfen, Eure Wünsche und Entscheidungen zu artikulieren. Und auch Dein Geburtspartner sollte darauf vorbereitet sein, Dich falls nötig vor unnötigen Ein- und Übergriffen zu schützen.
Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir Dein Selbstbestimmungsrecht während der Geburt beschnitten oder genommen wurde, dann ist es wichtig, dem betreffenden Krankenhaus bzw. der Hebamme ein Feedback zu geben. Zu viele Frauen, tun es einfach als normal ab, wie sie behandelt wurden. Aber es ist nicht normal und es ist nicht akzeptabel, wenn auf Deine Wünsche und Forderungen nicht eingegangen wird. Ein Brief, zum Beispiel am RosesRevolutionDay oder eine persönliche Rücksprache (wenn Du Dich dazu in der Lage siehst), kann eine Option sein. Die Kliniken brauchen Rückmeldungen von viel mehr Frauen, damit sich die Situation von Gebärenden Frauen ändert! Wir sind es den Frauen, die nach uns gebären, unseren Freundinnen, Schwestern und Töchtern schuldig. Für eine #positiveGeburtskultur

Wenn mein Beitrag Dir gefallen hat oder Du Anmerkungen oder Diskussionsbedarf hast, dann lass es mich wissen – schreibe mir gerne einen Kommentar :)

Vielleicht bist Du selbst gerade schwanger oder planst eine Schwangerschaft und hast Angst vor der Geburt Deines Babys? Ich würde mich freuen, Dir persönlich helfen zu können (natürlich kostenlos!).

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft auf Deinem Weg.  – Susanne


 

Geheimnisse einer schmerzarmen Geburt #5: Professionelle Unterstützung

Wenn Du keine Alleingeburt planst, dann solltest Du Dir im Vorfeld Gedanken um Dein „Geburtsteam“ machen, das Dich in Schwangerschaft und unter der Geburt professionell betreut. Möchtest Du außerklinisch gebären? Oder mit einer Beleghebamme oder einem Belegarzt oder in der Klinik? Jede Frau muss da ihren eigenen Weg finden, hier beschreibe ich mal explizit meine eigenen Erfahrungen und die daraus entstandenen Präferenzen.

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Surrender

Often times, the greatest peace comes of surrender.

– Richard Paul Evans

surrender (engl.) – die Kapitulation, die Auslieferung, die Hingabe

Heute möchte ich über einen wichtigen Aspekt von Geburt schreiben, der mir erst kürzlich wirklich bewusst geworden ist – ohne den aber trotzdem, meiner Meinung nach, keine natürliche schmerzarme Geburt möglich ist: die absolute Auslieferung – Hingabe – Kapitualtion an den Geburtsprozess selbst.

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Was wir von Alleingeburten lernen können

Kürzlich bestellte ich das Buch Alleingeburt von Sarah Schmidt nach dem ich ihren Blog zufällig wieder gefunden hatte (den hatte ich schon vor drei Jahren während meiner zweiten Schwangerschaft gelesen). Als es nach einer Woche endlich kam (bis hier auf die Insel dauert es auch mit Amazon eine Weile), hatte ich es schon fast wieder vergessen. Ich las es dann aber in einem Rutsch durch – das Thema hatte mich (wieder mal) absolut gefesselt.

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Geheimnisse einer schmerzarmen Geburt: #4 Entspannung

Woran liegt es nur, dass Geburten so schmerzhaft sind? Ich habe mich das oft, sehr oft, gefragt. Ich habe damit gehadert und war verzweifelt, zum Beispiel als ich nach meiner ersten sehr schlimmen Geburt wieder schwanger war und wusste was mir nun in neun Monaten vermeintlich unausweichlich bevorstand. Wieso ist Geburt so ein traumatisches schmerzerfülltes Ereignis für so viele Frauen. Wieso war es das für mich?

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Geburtstrauma statt Traumgeburt

Es ist ein furchtbares Thema mit dem sich bestimmt keine Schwangere gern beschäftigt. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich einen Artikel zu diesem Thema schreiben sollte, immerhin geht es hier auf meinem Blog um schöne angstfreie schmerzarme Geburten. Trotzdem, man muss darüber reden, es publik machen, aufklären. Nur wenn man über dieses Tabuthema bescheid weiß, kann man womöglich verhindern, dass es einen selbst trifft. In einer Zeit, in der viele der freiberuflichen Hebammen aufhören Geburten zu betreuuen, weil sie für noch weniger Geld einfach nicht arbeiten können, in der immer mehr Kürzungen dazu führen, dass immer weniger Personal sich in größeren Stationen um mehr Frauen kümmert, da passiert es immer häufiger: Gewalt in der Geburtsmedizin ist leider kein Einzelfall. 

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CTG in der Schwangerschaft und unter der Geburt

Das CTG (Cardio (Herz) Toko (Wehe) Gramm) kennt jede Schwangere aus der Vorsorge beim Frauenarzt oder der Hebamme. Routinemäßig werden beim CTG-Schreiben die Herztöne des Babies und eventuell auftretende Wehentätigkeit aufgezeichnet, das sorgt für ein sicheres Gefühl beim Arzt und der werdenen Mama. Und unter der Geburt ist ein CTG unabdingbar für eine sichere Überwachung, weshalb in den meisten Kreißsälen heute mittels der beiden Sonden, die auf dem Bauch fest geklemmt werden, dauerüberwacht wird. Und das ist auch gut so – oder?

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