Geburtstrauma statt Traumgeburt

Es ist ein furchtbares Thema mit dem sich bestimmt keine Schwangere gern beschäftigt. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich einen Artikel zu diesem Thema schreiben sollte, immerhin geht es hier auf meinem Blog um schöne angstfreie schmerzarme Geburten. Trotzdem, man muss darüber reden, es publik machen, aufklären. Nur wenn man über dieses Tabuthema bescheid weiß, kann man womöglich verhindern, dass es einen selbst trifft. In einer Zeit, in der viele der freiberuflichen Hebammen aufhören Geburten zu betreuuen, weil sie für noch weniger Geld einfach nicht arbeiten können, in der immer mehr Kürzungen dazu führen, dass immer weniger Personal sich in größeren Stationen um mehr Frauen kümmert, da passiert es immer häufiger: Gewalt in der Geburtsmedizin ist leider kein Einzelfall. 

Damit man sich davor schützen kann muss man wissen, was Gewalt unter der Geburt (einige Frauen sprechen sogar von Geburtsvergewaltigung) eigentlich ist. Gewalt unter der Geburt ist oft physischer Natur:

  • jeder unnötige körperliche Eingriff wie ein nicht indizierter oder gar vorzeitiger Dammschnitt, das manuelle Dehnen des Muttermunds, häufige vaginale Untersuchungen, oft ohne Vorwarnung oder Einverständnis
  • das Fixieren der Gebärenden mit einem CTG (das die Bewegungsfreiheit einschränkt und nur einen fragwürdigen medizinischen Nutzen hat), mit Gurten an Beinhaltern (ja, wer denkt, das sei schon seit Jahrzehnten abgeschafft, der irrt- leider) oder das Festhalten der Gebärenden
  • Kristellern (also Druck auf den Bauch während der Austreibungsphase)
  • das unnötige Einleiten der Geburt
  • zu enges Vernähen einer Dammverletzung (im Englischen auch „husband stitch“ – ja, es bedeutet das nach was es sich anhört)

Wer diese Liste unrealistischoder übertrieben findet, dem sei Christina Mundlos‘ Buch „Gewalt unter der Geburt“ ans Herz gelegt. Dort charakterisiert sie nicht nur Gewalt in der Geburtsmedizin, sondern hat auch Geburtsberichte von vielen Frauen, Hebammen(schülerinnen) und auch einem Mann zusammengetragen. Man muss sich aber gar nicht das Buch kaufen, um solche Geschichten zu lesen. In einem großen Schwangerschafts- und Familienforum las ich kürzlich wie eine Frau über ihre beiden Kaiserschnitte erzählte:

Zum 2. wurde ich überredet weil die Ärzte an diesem Tag schon wegen 2 geplanten Kaiserschnitten im OP standen mich dann schnell als 3. haben wollten, schließlich wäre ja alles bereit.

Auch das ist Gewalt. Ein Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation und ohne dass die Mutter sich dazu selbst entschieden hat. Diese Frau muss nun kämpfen, weil niemand ihr nach zwei Kaiserschnitten eine vaginale Geburt „erlaubt“.

Außerdem umfasst Gewalt unter der Geburt auch psychischen Druck:

  • das Missachten und würde- und repektloser Umgang mit den Wünschen der Gebärenden
  • Druck auf die Gebärende auszuüben, sie zu etwas zu zwingen und ihr Angst zu machen, mit Worten wie: „Wenn sie nicht kooperieren, stirbt ihr Kind!“
  • Alleinlassen der Gebärenden mit Fragen und Ängsten
  • Beleidigung, Anschreien, Auslachen oder Beschimpfen der Gebärenden
  • mangelnde Informationen und fehlende Aufklärung oder gezielte Falschinformationen (Wehentropf wird als „Vitamine“ verkauft und ungefragt drangehängt)
  • respektloser Umgang mit der Nabelschnur, Plazenta oder totgeborenen Kinder

Fassungslos liest man diese Liste und kann sich kaum vorstellen, dass das tatsächlich Alltag in unseren Kliniken sein soll. Beim Lesen der Geburtsberichte in „Gewalt unter der Geburt“ bekommt man ein sehr beklemmendes Gefühl. Und es dämmert einem, dass es tatsächlich nicht nur Einzelfälle sein können. Ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, dass vermutlich viele tausend Frauen betrifft und über das kaum jemand redet und über das deshalb kaum jemand etwas weiß. Oft hört man dann den Satz: „Hauptsache das Kind ist gesund!“ oder „Was willst Du denn, jetzt ist ja alles gut“ – und damit ist das Thema für das Gegenüber erledigt. Nur die Frauen (und Männer!) denen dies angetan wurde leiden. Die Erinnerung an eine Geburt bleibt uns ein Leben lang.

Wie gravierend sich diese Gewalt auswirkt (auch kleinere augenscheinlich unwichtige Bemerkungen des Personals zum Beispiel zur Figur der Gebärenden oder das Offenlassen einer Kreißsaaltür) wird klar, wenn man weiß, wie wichtig Privatsphäre für eine schmerzarme Geburt ist. In einer Umgebung, in der die Gebärende sich bedroht fühlt und alle Anwesenden gegen sie sind, kann sie sich nicht für die Geburt öffnen. Und wenn ihr Angst gemacht wird, bestärkt dies natürlich den Angst-Spannung-Schmerz-Zyklus.

Eine Geburt ist ein sehr intimer Moment, der Hochachtung der Privatsphäre und Selbstbestimmung benötigt. Leider wird beides Gebärenden auf deutschen Entbindungsstationen allzu oft vorenthalten. Schwangere Frauen, die sich für eine Klinikgeburt entscheiden, sollten sich bewusst sein, dass es möglich ist, dass ihnen einige oder auch mehrere der aufgeführten Punkte in der Klinik durch das Personal angetan werden könnten. Viele Frauen in Christine Mundlos‘ Buch schreiben, dass sie sich mehr Unterstützung von ihrem Geburtspartner gewünscht hätten und dass duch das Einschreiten ihrer Männer eventuell schlimmere Übergriffe hätten verhindert werden können. Leider sind viele Männer in dieser Situation nicht in der Lage, zu unsicher oder unwissend, um ihre Frau ausreichend zu schützen. Auch eine Doula und natürlich eine Beleghebamme können unter Umständen helfen.

Schockiert hat mich, dass auch gut informierte und sehr selbstbewusste Frauen, die zum Beispiel eine Hausgeburt anstrebten, sich nicht gegen Ärzte und Hebammen durchsetzen konnten. Es wird teils massiver unvorstellbarer Druck ausgeübt.

Ich empfehle das Buch nicht für schwangere Frauen, die eine schmerzarme Geburt anstreben. Beim Lesen ging es mir sehr schlecht und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einen in der Schwangerschaft noch mehr mitnimmt. Trotzdem muss eine Schwangere ihre Rechte kennen und verinnerlichen, dass sie es ist, die gebärt, dass sie es ist die bestimmt. Zu oft lese ich Fragen wie: „Darf ich xy?“ „Muss ich xy wirklich tun?“ Die Einstellung muss sich ändern. Die Geburthelfer müssen der Frau dienen, nicht diese sich gefügig machen. Der Geburtspartner sollte sich eingehend mit dem Thema beschäftigen und es sehr ernst nehmen, gerade aber nicht nur wenn eine Klinikgeburt geplant wird (eine Verlegung in die Klinik ist ja nie ausgeschlossen und leider passiert Gewalt unter der Geburt, wenn auch sehr selten, auch bei außerklinischen Geburten).

Wer sich zu traumatischen Geburtserfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen möchte, kann zum Beispiel Evas Facebookgruppe beitreten.


Die Roses Revolution versucht auf das Thema aufmerksam zu machen. Frauen, denen Gewalt unter der Geburt widerfahren ist, können am 25. November eine rosafarbene Rose (und ihren Geburtsbericht) vor dem Kreißsaal ablegen, in dem ihnen Gewalt angetan wurde. Das Thema darf nicht mehr tabuisiert werden. Wir müssen es uns als Gesellschaft zur Aufgabe machen, eine humanere Geburtshilfe in Deutschland zu ermöglichen. Werdende Eltern müssen sich gegen solche Übergriffe zur Wehr setzen und sie nicht einfach als gegeben und unabänderlich hinnehmen.

ACHTUNG! TRIGGERWARNUNG für die Kommentare!

7 Gedanken zu “Geburtstrauma statt Traumgeburt

  1. Dann fange ich mal an.
    Mein zweiter Sohn kam am 31.07.2015 auf die Welt. ET+15.
    Mein Gefühl war von Beginn an, das der ET (16.07.) nicht passt bzw. zu früh ist.
    Einleitung begann am ET+10 mit einem Wehencocktail, wobei da schon eine Hebamme meinen unreifen Muttermund ziemlich trangsaliert hat.
    Es kam zu Kontraktionen, die wieder abfielen und verschwanden.
    ET+11 haben wir eine Tablette gelegt bekommen und wieder wurde mein spröder Muttermund gedehnt und angerissen. Gleiches Spiel am gleichen Nachmittag.
    Auch hier kam es zu Kontraktionen, die wieder abfielen und verschwanden.
    Am 12. Tag wollte ich von niemandem mehr angefasst werden, es sei denn die Geburt würde losgehen. Habe mich zu einem weiteren Wehencocktail überreden lassen.
    An dem Tag passierte nichts, keine Kontraktionen, nichts…
    Am ET+13 lag ich den gesamten Tag im Kreißsaal an einem Wehentropf. Hier spürte ich regelmäßige Kontraktionen, die aber wieder verschwanden, sobald der Tropf entfernt wurde.
    Abends wurde es dann ziemlich unangenehm und ich bat die Hebamme, mich von dem Tropf zu befreien. Mein Gyn war schon ziemlich überrascht, dass die Hebammen mich so lange am Tropf liessen.
    ET+14, hier haben wir mit Cytotec (https://de.wikipedia.org/wiki/Misoprostol) begonnen, gleich eine halbe Tablette am Vormittag und Nachmittags noch 1/4.
    So wurde auch mein erster Sohn am ET+11 eingeleitet.
    Gegen frühen Abend fingen dann die Wehen an, Anfangs sehr gut zu veratmen. Ich schickte meinen Mann auf’s Zimmer um vorzuschlafen, ich würde ihn rufen lassen, sobald es losgeht.
    Gegen 22 Uhr kippte es dann schlagartig, die Wehen wurden plötzlich extrem heftig und krampfartig, ich konnte sie kaum noch veratmen.
    Also rief ich meinen Mann an und bat um eine PDA.
    Die Anästhesistin kam und legte mir die PDA, diese lag aber falsch, ich bekam taube Beine aber spürte meinen Unterleib noch vollständig.
    Als dann die Herztöne unseres Babys schlechter wurde, rief die Hebamme meinen Arzt dazu, der noch in’s Krankenhaus fahren musste.
    Er war zwischen 01:00-01:30 Uhr vor Ort.
    Wir machten einen Kaiserschnitt und um 02:08 Uhr kam unser Sohn unter Vollnarkose auf die Welt.
    Ich wachte dann im Kreißsaal auf und hatte unseren Sohn auf der Brust.
    Irgendwann spürte ich, wie Flüssigkeit pullsierend auslief.
    Ich lies die Hebamme rufen, die eigentlich keine weitere Mutter zu betreuen hatte.
    Diese schaute nach mir, nahm die Decke weg… Alles voller Blut.
    Sie machte die Unterlage neu und drückte auf meinen Bauch… Schwab, da lief es wieder raus.
    Erneut wurde neuen Unterlagen gelegt, auf meinen Bauch gedrückt und wieder, schwab, verlor ich Blut.
    Nun rief sie den diensthabenden Arzt an und erzählte, dass ich eine Anämie habe.
    Er entschied, dass mein Gyn wieder angerufen werden solle und er wieder in’s Krankenhaus kommen soll.
    In der Zwischenzeit wurde mein Mann mit unserem Sohn aus dem Kreißsaal geschickt und ich zum OP-Saal geschoben.
    Man erklärte mir, dass nun eine Ausschabung gemacht werde und es seien kann, dass man mir die Gebärmutter entfernen müsse.
    Ich bekam einen Zettel unter die Nase gehalten, den ich unterschrieb.
    Die Anästhesistin fragte noch nach meiner Blutgruppe und schickte mich dann schlafen. Das war gegen 05:30 Uhr.
    Die Ausschabung verlief wohl ganz gut, sie tamponierten meine Gebärmutter mit einem Medikament, welches diese dazu zwingen soll, sich wieder zusammen zu ziehen.
    Als sie mich wieder wachspritzten und auf mein Bett verlegen wollte, stellte ein Pfleger fest, das wieder alles voller Blut ist.
    Also zurück auf den OP Tisch und raus mit der Gebärmutter.
    Bis zum Ende habe ich ca. 4,5-5 Liter Blut verloren, habe 2 Blutkonserven und 4xPlasma erhalten.
    Als ich aufwachte war es Freitag 12 Uhr Mittag.
    Am Sonntag Mittag wurde ich dann in ein anderes Krankenhaus auf die Intensivstation verlegt, da in der Zwischenzeit meine Organe anfingen ihren Dienst einzustellen.
    Die Nieren hörte auf Urin auszuscheiden und die Leber wollte auch nicht mehr so richtig, ich lief gelb an, dort lag ich 2 Tage und erhielt nochmals Blutkonserven, 3 Stück.
    Bis heute habe ich mit der Geburtszeit zu kämpfen…

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    1. Liebe Eva,

      Danke für den Mut, hier über deine Geburt zu schreiben.
      Das ist eine wirklich schlimme Geschichte, die ich mit ganz viel Kopfschütteln und einem immer schlimmer werdenden Gefühl in Hals und Brust gelesen habe. Was für eine schlimme Erfahrung du machen musstest trifft mich wirklich ganz tief. Es tut mir sehr leid und ich möchte dir mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken.
      Ich kann absolut verstehen, dass du mit diesem Erlebnis zu kämpfen hast – das hätte jede Frau! Bitte suche dir auf jeden Fall professionelle Hilfe um diese Geburt aufzuarbeiten.
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg,
      Wenn du weiter reden möchtest, kannst du mir sehr gern schreiben, zum Beispiel per Email oder über mein Kontaktformular.
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles erdenklich Gute, sei ganz lieb gegrüßt,
      Susanne

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      1. Hallo Susanne,
        hab Dank für deine Worte. Das Schlimme ist, das man einfach alleingelassen wird, von allen Seite.
        Ich habe gerade eine Gruppe auf Facebook gegründet, in der sich betroffene Frauen gegenseitig helfen können.
        https://www.facebook.com/groups/geburtstrauma/
        Vielleicht schaffe ich dadurch anderen Frauen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Gedanken äussern können ohne jemanden zu „belasten“.
        Meinen Mann habe ich noch nie weinen gesehen, aber als er zu mir in den Aufwachraum kam, da schon.
        Jetzt habe ich eine Kur beantragt und hoffe das ich mich mit meinen beiden Kindern etwas erholen kann.
        Liebe Grüße
        Eva

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      2. Liebe Eva,

        Ich werde Deine Gruppe in meinem Artikel, auf Twitter und Facebook verlinken, damit sie gefunden wird. Frage doch mal bei der RosesRevolution (auf Facebook) nach, ob sie dich unterstützen können und deine Gruppe teilen mögen.

        Ich bewundere Deinen Mut und Deine Kraft. Eine Kur ist ein Anfang, ich hoffe, Du wirst dort über Dein Trauma reden können und Dir wird geholfen werden. Fordere diese Hilfe auf jeden Fall auch nach der Kur noch ein.

        Viele liebe Grüße
        Susanne

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  2. Liebe Susanne,

    ich habe vor einigen Monaten mein erstes und letztes Kind bekommen. Ich habe versucht, alles in die Wege zu leiten, damit es passt, mir eine private Hebamme für eine Hausgeburt gesucht und hatte meinen Mann an meiner Seite. Wir hatten uns große Mühe gegeben, es gab viele Vorgespräche, wir hatten alle Fragen gestellt, alle Wünsche besprochen, das Zimmer hergerichtet und es verlief viele Stunden sehr gut, bis die Hebamme zur Tür herein kam und nichts war wie vorher besprochen. Was danach kam, kann ich nicht beschreiben. Die Art und Weise, wie es sich immer mehr zuspitzte, ein unnötiger Eingriff nach dem anderen, keine Aufklärung, keine Schmerzbehandlung, ständiges Bedrängen, Überreden. Wie wir immer wieder versuchten, die Hebamme zurückzupfeifen, überlegten, doch ins Krankenhaus zu fahren, da wir ihr nicht mehr trauten, bis es letztendlich zu spät war. Das Schlimmste ist: Es gab für nichts eine medizinische Notwendigkeit. Es hätte nicht so sein müssen. Wäre ich allein gewesen, wäre wohl alles gut gelaufen.
    Nicht nur in Krankenhäusern passieren schlimme Dinge. Nicht nur Krankenhauspersonal unter Zeitdruck und ohne Vorgespräche stellt eine Gefahr da. Wie soll man sich schützen, wenn man schon alles versucht hat, um sich zu schützen? Irgendwas läuft in diesem Bereich grundlegend falsch, wenn man sich als Gebärende vor Geburtshelferinnen und Geburtshilfe fürchten muss.
    Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann als kinderbegeisterter, positiver und untheatralischer Mensch einmal von sich aus sagen würde, dass Geburt eine einzige Vergewaltigung sei. Und dass ich ihm da zustimmen würde, wäre mir auch nicht in den Sinn gekommen.

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    1. Liebe Magdalena,

      ich versuche grade in Worte zu fassen, wie sehr ich das was Du erlebt hast bedauere. Du hast Dich vorbereitet, Du hast Dich abgesichert und Dir ist trotzdem Gewalt widerfahren. Ich finde das furchtbar und ich kann warscheinlich nicht annähernd nachvollziehen wie das für Dich gewesen sein muss. Du hast mein vollstes Mitgefühl. Dass sowas bei einer Hausgeburt passiert ist unvorstellbar – aber wie Dein Beispiel zeigt, leider nicht unmöglich. Bitte fühl Dich von mir umarmt.
      Ich denke du hast sehr recht, dass etwas im Bereich der Geburtshilfe sehr falsch läuft. Kennst Du den RosesRevolution Day? Hast Du Deine Hebamme mal mit diesen Vorwürfen konfrontiert? Ich kann mir vorstellen, dass das sehr schwer sein muss. Aber es ist wichtig solchen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen, damit sich etwas ändert (denke an die Frauen die sie in Zukunft betreuen wird). Vielleicht schaffst Du es ja einen Brief zu schreiben? Vielleicht kann Dein Mann oder eine Freundin ihn überbringen wenn Du es selbst nicht kannst. Ist sie in einem Geburtshaus tätig? Oder hat sie Kolleginnen?
      Ich möchte Dich außerdem ermuntern, eine Therapie in Betracht zu ziehen, da dich dieses Ereignis so mitgenommen hat. Es ist hart, aber man kann auch ein solches Ereignis verarbeiten. Vielleicht ändert sich ja Deine Einstellung zu einem zweiten Kind später noch einmal. Den Vertrauensverlust, den Du erleiden musstest, kann man natürlich nicht wieder gut machen und ich verstehe Deine ablehnende Haltung jetzt zu hundertprozent.
      Ich wünsche Dir alles alles Gute für Dich und Deine Familie, wenn Du weiteren Redebedarf hast (manchmal will man ja Dinge einfach nur los werden), kannst Du mir gern jederzeit schreiben.

      Viele liebe Grüße
      Susanne

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